Kungebung in Wien: Solidarität mit dem Kampf des Bulgarischen Pflegepersonals

Aufruf zur Protestkundgebung vor der Bulgarischen Botschaft:

Freitag, 16. Oktober 2020, 17 Uhr, Schwindgasse 8, 1040 Wien

Solidarität mit der Bulgarischen Pflegegewerkschaft (SBMS)! Sofortige Widereinstellung der gekündigten Kolleginnen!

Seit über einem Jahr kämpft die unabhängige Bulgarische Pflegegewerkschaft (SBMS) gemeinsam mit der Basisgewerkschaft ARK gegen die sich immer weiter verschlechternden Zustände im Gesundheitswesen. Privatisierungen, Korruption und Sparmaßnahmen sind Teil einer Politik welche die Gesundheit der Bevölkerung an die Kapitalinteressen einiger weniger ausverkauft. In ganz Bulgarien fehlt es an mehr als 30.000 Krankenschwestern. Eine arbeitet für drei, während sie aber einen Lohn von lediglich etwas über 400 Leva, das sind 200 Euro bekommt. 80% der aktiven Krankenschwestern sind bereits in Pension, sie sind überarbeitet und oft mehr krank und kaputt als ihre Patienten.

Die Krankenschwestern wurden in der Öffentlichkeit bekannt, davor existierten sie nicht, nur die Doktoren. Die Krankenschwestern wurden immer hinuntergedrückt. Jetzt haben sie eine Stimme, jetzt haben sie sich erhoben.“ (Mitglied der SBMS)

Der Zuspruch zu den Anliegen und dem Kampf des bulgarischen Pflegepersonals ist in den letzten Monaten so groß geworden, dass nicht nur der Gesundheitsminister zurücktreten musste, sondern auch Verbesserungen durchgesetzt werden konnten. Doch gerade weil der Rückhalt unter der Bevölkerung so stark ist, versucht die Regierung und die Unternehmer nun das kämpferische Pflegepersonal mit repressiven Mitteln einzuschüchtern und mundtot zu machen. Neben Verhaftungen bei Protesten werden die aktivsten Krankenschwestern schikaniert und gekündigt, das aktive Mitglied der SBMS, Boyka Anastasova, ist eines der jüngsten Beispiele welche vom Krankenhaus entlassen wurde!

Auch in Österreich sehen wir wie das Gesundheitswesen immer weiter zusammengestutzt und abgebaut wird. Auch hier gingen vergangenes Jahr hunderte Krankenschwestern, Pflegerinnen und Pfleger auf die Straße um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Und gerade jetzt, Mitten in der Corona-Pandemie, wird versucht weitere Sparmaßnahmen durchzudrücken. Gerade jetzt zeigt sich wie gerechtfertigt und notwendig der Kampf des Pflegepersonals ist – in Bulgarien und in Österreich.

Sofortige Wiedereinstellung der gekündigten KollegInnen der SBMS!

Solidarität mit dem Kampf der Bulgarischen Pflegegewerkschaft!

Für ein Gesundheitswesen im Dienste des Volkes!

Internationale Arbeiterhilfe – Bulgarien/Österreich

Unterstützt von:

Antifaschistische Aktion – Infoblatt

Wiener ArbeiterInnen-Syndikat

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